Freitag, 23. Januar 2009
Mittwoch, 21. Januar 2009
Ein Monat mit dem Waldwurzel
Einen Monat ist er jetzt hier, erst... oder schon? Manchmal fühlt es sich an, als wäre er schon immer hier gewesen.Bei anderen Dingen merkt man, das wir noch nicht das komplette Gleichgewicht gefunden haben.
Dadurch, dass es eigentlich so problemlos ist, wird es nur noch deutlicher (schiebt Hannah weg, die gerade ins netbook beisst). Ich versteh ihn einfach manchmal nicht. Er brummt wie ein Bär, aber immer auf die selbe Weise. Und ich versteh auch noch nicht, warum er wann brummt. Auch wie stark seine Bindung an mich ist, weiss ich nicht. Er folgt mir, läuft nicht weg, aber er sucht selten wirklich Sichtkontakt bewusst (es sei denn, es geht um Leckerli). Klebt er nur an mir, weil ich ihn zu tollen Sachen mitnehme? Auf der anderen Seite, er läuft ja auch immer zurück mit zum Auto. (kriegt ne Krise, weil die Katzen es mal wieder mit dem Anrufbeantworter aufnehmen, dauernd drücken sie irgendwelche Knöpfe, weil es dann redet oder piepst...).
Auch lässt er sich nicht wirklich rufen, wenn wir unterwegs sind... Er läuft nur einfach nicht weg. Aber ob ich nun was sage oder nicht, er reagiert nicht wirklich, wenn wir unterwegs sind. Guckt er sich das von den DAckeln ab? Aber die schauen wenigstens, wenn ich rufe. Auf der anderen Seite macht er Sitz, wenn ich den Finger hebe, oder hüpft irgendwo rauf, wenn ich will. Oder ist sofort da, wenn ich nur die Richtung wechsel. Na ja, er hatte ja 8 Jahre keinen wirklichen Kontakt zu irgendetwas, das vergisst man manchmal. Ich würde nur so gern wissen, woran ich bei ihm bin.
Ansonsten schaut er sich wirklich viel von den Dackeln ab, und natürlich nur das Schlechte. War er erst fast stumm, so rennt er nun auch kläffend zur Tür oder in den Garten, wenn er meint, ne Fliege hustet. Wenn er was will, kommt er und haut mich mit der Pfote, was bei den Lütten noch lustig ist, ist nicht wirklich drollig, wenn ich die ins Gesicht bekomme, wenn ich sitze. Und auch das Katzen-Hetzen muss nun nicht wirklich sein, aber toi-toi-toi... auch er hat sie noch nicht gefressen und sie dürfen auch bei ihm sitzen.
Nein, ich will nicht meckern, er fügt sich wirklich toll ein. Ich bin es nur nicht gewohnt, so viel raten zu müssen. Er spricht zwar hundisch, aber er hat einfach viele Defizite da. Er spielt nicht viel, auch nicht mit Grossen. Er versucht manchmal schon, mit den Dackeln zu spielen, aber es ist wirklich stressig für ihn, er bemüht sich so sehr, aber sie sind einfach zu klein. Oft sieht es aus, als wollte er sie packen, dann muss ich das runterrechnen auf Dackelgrösse, damit ich begreife, dass er genau das tut, was die Dackel auch tun, dass es nur wegen der Grösse so anders aussieht...
Da sollte man dann denken, dass er sich freut, mal mit Grossen rumzutoben, er begrüsst sie zwar, ist dann aber entweder bei den Dackeln oder bei mir. Immer noch hat es nur ein junger Rotti-Mix geschafft, wirklich mit ihm zu spielen. Und auch dann hat er sich immer mehr zu meinen Füssen zurückgezogen.
Er ist in einigen Dingen wie ein Welpe, sehr sehr neugierig, er entdeckt seine Welt. Er muss alles anschauen gehen, was manchmal echt nervt, wenn er abtobt, um sich ein Haus anzuschauen. Da nützt auch rufen nix, er geht schauen, und ist dann aber sofort wieder bei mir. Da müssen wir wirklich dran arbeiten, ich darf gar nicht daran denken, was passiert, wenn dann plötzlich jemand rauskommt, ich mein, wenn er die Leute dann anbellt, ist das schon schlimm genug, aber was, wenn er sie einfach beiseite drängt und erstmal das Haus drinnen inspizieren will...
Er muss eine Misshandlungsgeschichte haben, bei vielen Dingen zuckt er recht heftig und für ne Sekunde überlegt er, ob er sich ducken oder angreifen will. Ich bau das in unser Spiel rein, so dass er weiss, auch wenn ich einen Stock schwinge, oder mit den Füssen aufstampfe, oder drohend auf ihn zugeh, das ist alles nur Spass zwischen uns. Wirklich zähnefletschend habe ich ihn nur einmal gesehen jetzt, ich habe - er lag auf der Seite- seine Füsse genommen, Vorderpfoten in eine, Hinterpfoten in die andere Hand, als wollte ich ihn an denen hochnehmen. Dann ist aus. Also, Hinterteil, Pfoten, das mag er nicht, obwohl ich einzelne Pfoten jetzt durchaus schon zum Spielen haben darf.
Auf der einen Seite angenehm, auf der anderen Seite ein Problem ist, dass viele ihn für einen Golden Retriever halten... Es ist zwar nett, dass die Leute nicht ängstlich auf ihn reagieren, aber... sie grabbeln ihn eben auch einfach so an - Retriever=nett... mir bleibt immer noch das Herz stehen, obwohl er zu 90% nicht mal mehr bellt, wenn ihm Leute zu nah kommen. Bei Kindern nehm ich ihn immer noch zurück, ich weiss einfach nicht, ob er mit denen klarkommt.
Ich denke, den meisten würden unsere kleinen "Probleme" gar nicht auffallen. Es ist nur... durch das Leben mit dem grossen Rudel bin ich halt gewohnt, die kleinsten Dinge zu "lesen", und beim Waldi geht es nicht immer.
Lieg ich im Bett, legt er sich davor, er muss einfach dabei sein, aber auch wenn ich ihn einlade zu kuscheln und auf das Bett zu steigen, dann schaut er nicht mal auf... es sei denn, er will gerade. Dann hilft auch kein Befehl, es ist als würde er Befehle an sich sowieso nicht so wirklich kennen, es ist eher als würde er das als Option sehen, etwas was man freudig annehmen kann, oder auch nicht. Wenn ich aber auf dem Hundesofa sitze, dann MUSS er einfach da mit rauf und quetscht sich zwischen die Dackel.
tja, das Fazit nach einem Monat: ich bin sehr sehr glücklich mit ihm. Es ist schön, einen grossen Hund zu haben, oder besser, es ist schön, einen Hund zu haben, denn es ist doch ganz was anderes, als Dackel. Nicht nur die Grösse, obwohl die Grösse sehr sehr bequem ist. Ich habe immer gedacht, die kleinen Hunde werden verwöhnt, aber die Wahrheit ist, grosse Hunde kriegen viel mehr Streicheleinheiten und Leckerlis, einfach, weil sie so bequem zu erreichen sind. Nein, ich liebe meine Dackel, aber Dackel .... sind eben die Katzen unter den Hunden... und ein Hund wie der Waldwurzel - auch wenn er sein Leben lang das alles nicht gekannt hat - bemüht sich doch viel mehr, dass er gefällt. Was den Dacklers so ziemlich egal ist.
Freitag, 16. Januar 2009
Waldi, der Seehund, der Kartonhund... der...
Waldi... a never-ending story... Viel ist einfach, viel ist mit Rätseln behaftet. Immer noch verstehe ich sein Gebrumme nicht wirklich. Er kommt kuscheln und brummt... aber er brummt auch, wenn was nervt... er ist selten eindeutig...
Spielzeug war ihm bislang immer zu klein, dank des Tipps einer Freundin vom Hundetreff-Nord hab ich ihm einen Riesenkarton spendiert, den findet er einfach nur klasse.
Und dann.... sind wir das erste Mal an den Strand mit dem Waldwurzel... Ich traf jemanden mit einem riesigen russischen Terrier, kam so ins Quatschen, und als ich das nächste Mal schaute, stand Waldi ca. 150 m weit im Wasser auf einer Sandbank, glücklich... Leider hatte ich den Tag keine Kamera mit, aber natürlich bin ich dann heute gleich nochmal nach Ohrfeldhaff, und Waldi ist nur glücklich... Ab ins Wasser und Vögel jagen... bei A.....kälte.
Leider ist heute etwas passiert, was ich im Ansatz schon mal in Froslev gesehen habe, oder meinte gesehen zu haben. Wir trafen einen echt netten freundlichen und eher devoten Border, der drehte ab, als Waldi auf ihn zu ging, und Waldi setzt nach und packt ihm in die Rute und schüttelt... Nix ist passiert, aber trotzdem- WARUM? Waldi lässt sich normalerweise bis auf das Blut triezen, bevor er reagiert, und hier war eigentlich überhaupt nix... Warum dies nachsetzen, wenn gar nix los ist? Muss ich beobachten, das kann ich echt noch nicht so einschätzen. Warum... wenn er normalerweise eher desinteressiert an anderen Hunden ist... War mein Auto zu nah? Echt keinen Plan...
Ansonsten ist er ein echter Schatz, immer noch easy zu handeln, und wir finden so langsam unseren Weg. Ich bin so an Dackel gewöhnt, dass Hunde mir irre einfach vorkommen. Er bietet so viel an, für Lob oder Leckerchen... wirklich ungewohnt...
Wie auch immer, hier ein kleines Video
Sonntag, 11. Januar 2009
Samstag, 10. Januar 2009
er hat es getan....
zum allerersten Mal - und endlich hatte ich gerade mal auch in dem Moment die Kamera nah bei... Kuscheln lässt er sich ja schon länger mal von den Dackeln, also als Unterlage benutzen, vor allem, wenn ich mit auf der Couch bin, oder zumindest im Raum (bin ich nicht im Raum, bewacht er die Tür, durch die ich rausgegangen bin, oder die Haustür).
Aber so langsam wächst es hier zusammen, d.h. alle Parteien finden eine gemeinsame Sprache. Das ist für alle Seiten gar nicht so einfach, aber für Waldi durch seine Grösse und dadurch, dass er hier ja nicht von klein auf an ist, am schwersten. Und viel, was bei den Dackeln durchgeht, geht eben bei Waldi nicht..
aber hier .... wird er das erste Mal aktiv, nicht nur durch schnuffeln, sondern durch vorsichtiges "Mitspielen": O-Ton-Video
Natürlich ist nicht alles einfach hier. Jetzt, wo er sich eingelebt hat, wird natürlich auch getestet, er wird sicherer, und er imitiert das Verhalten der kleinen Schweine, was nun wirklich nicht geht bei seiner Grösse. Er muss auch immer noch lernen, seine Masse zu beherrschen. Und wo er in der Rangordnung steht, ist auch noch nicht klar. Und wenn wir Leuten begegnen im Freilauf, müssen wir jetzt echt wieder zurückrufen üben... denn die Dackel werden ja noch belacht, wenn sie bellen, aber mein Mähnenwolf....
Er ist ein ganz klarer Sichtjäger, alles, was klein ist, würde er zu gerne jagen. Da hilft es nicht wirklich, das Kamikaze-Katze Teresa mit den Dackeln immer Jagen spielt, d.h. auch gezielt in das Rudel springt und dann die wilde Verfolgungsjagd auslöst, immer und immer wieder..l. Waldi weiss nämlich noch nicht, dass sie, wenn sie denn sitzen bleibt, nicht gefressen werden darf. Oder vielleicht weiss er das doch schon, unsere Kommunikation hapert immer noch. Fressen hätte er sie schliesslich schon können. Nur, das weiss ich ja vom Rudel, es kann 1000 Mal gut gehen, ... aber eine Garantie gibt es nie. Auch nicht gegen Beissereien im Rudel.
Sein ich-will-zu-meiner-Mami-Verhalten ist manchmal etwas sehr heftig. Hatte ihn letztens wieder im Wohnwagen, weil hier wieder Leute durch das Haus tobten zum angucken, das fand er letztens eigentlich ok und war ruhig da, hatte aber vergessen, das Fenster ganz zuzumachen. Tja, da hat er sich durch das Fenster gezwängt... und dabei ein Stück von der Verankerung losgebrochen... Aber anstatt dann abzuhauen und erstmal zu schauen, was im Dorf so los ist, sass er wartend vor der Eingangstür....
Er möchte immer mit sein. Aber immerhin kann er jetzt schon problemlos in anderen Zimmern sein, ohne hier über Tisch und Bett zu toben.
Und ich war ganz ganz stolz auf ihn, hatte ihn mit, als ich meine Zuchtwartin, die Hannah abnehmen und tätowieren musste, vom Zug abholte. Er war zwar furchtbar aufgeregt, liess sich aber gut an der kurzen Leine führen und hat sogar vergessen, alle anzubellen, so interessant fand er das alles.
Spielen fängt er jetzt auch an, am noch am liebsten mit sich allein. Ich darf zwar mal schmeissen, aber am liebsten jagt er sein Spielzeug .... ich hab ihm dieses grüne Viech gekauft, weil hier alles sonst nicht auf grosse ausgelegt ist, aber ich hab das Gefühl, er hätte es gerne noch grösser.. ich werd mal schauen.
Tja, ich denke, die nächsten Wochen werden spannend, denn jetzt, wo die Unsicherheit verschwindet, muss eben meine Führerposition ganz klar sein. Schaun mer mal
In diesem Sinne
einen kuscheligen Samstag
Dienstag, 6. Januar 2009
er erdrückt mich förmlich...
heute nachmittag konnte er nicht mit, ich war bei meiner Freundin zum Kaffee eingeladen, also hab ich mir Sophie und Olga geschnappt und wir sind hingewandert... a) kann ich da nicht alle anschleppen, und b) Waldi würde da das Parkett aber so was von voll ruinieren ;)
Also hab ich von innen die Türklinke der Eingangstür abgezogen, ihm vor die Tür ne Decke geschubst (er bleibt immer vor der Tür, bis ich wiederkomme, egal wie lange), bevor ich losbin.
Als ich wieder da war, war grosse Freude, aber keiner ist so verrückt wie Waldi. Er kriegt sich gar nicht mehr ein. Ich bin mit der ganzen Meute in den Garten und hab mich dann in den Stall gesetzt, während sie rumgepest sind, an den beiden "Mithunden" geschnuffelt haben...
Waldi ist dann immer wieder zu mir, hat mich geschlabbert und dann immer und immer wieder seine Pfoten auf meine Schultern gelegt hat und mich richtig an sich drückt... fast schon menschlich. Dann hält er mich fest und zittert...
Ich hoffe, er begreift irgendwann, dass ich immer wieder komme... Tut mir so leid, seine Angst.
Nun kaut er glücklich an seinem Knochen und wartet, bis wir alle auf das Hundesofa ziehen, was wir auch JETZT machen werden
In diesem Sinne
schönen Abend noch
Kat und die Biester
Also hab ich von innen die Türklinke der Eingangstür abgezogen, ihm vor die Tür ne Decke geschubst (er bleibt immer vor der Tür, bis ich wiederkomme, egal wie lange), bevor ich losbin.
Als ich wieder da war, war grosse Freude, aber keiner ist so verrückt wie Waldi. Er kriegt sich gar nicht mehr ein. Ich bin mit der ganzen Meute in den Garten und hab mich dann in den Stall gesetzt, während sie rumgepest sind, an den beiden "Mithunden" geschnuffelt haben...
Waldi ist dann immer wieder zu mir, hat mich geschlabbert und dann immer und immer wieder seine Pfoten auf meine Schultern gelegt hat und mich richtig an sich drückt... fast schon menschlich. Dann hält er mich fest und zittert...
Ich hoffe, er begreift irgendwann, dass ich immer wieder komme... Tut mir so leid, seine Angst.
Nun kaut er glücklich an seinem Knochen und wartet, bis wir alle auf das Hundesofa ziehen, was wir auch JETZT machen werden
In diesem Sinne
schönen Abend noch
Kat und die Biester
Montag, 5. Januar 2009
Video-Update
von einem wunderschönen, wenn auch schweinekalten Nachmittag im dänischen Froslev...
Guckst Du hier (für windows media player)
Waldi ist definitiv ein Schnee-Hund, er liebt die Kälte, den Schnee - kann aber nicht begreifen, warum zu Hause sein Trinktümpel nicht mehr aufgeht, egal, wie sehr man kratzt
In diesem Sinne, Gute Nacht
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